Natur und ihre Energien

So wunderbar die äußere Natur für uns Menschen auch sein kann, so ist sie doch in unserer hochtechnifizierten und globalisierten Welt extrem gefährdet. Das Elementare von Natur, unabhängig von ihrer Gefährdung, ist und bleibt ja die unbändige Kraft und Vitalität, die sich in den vier Elementen und den Energien ihrer Farben auslebt und gestaltet.
Wittwulf Y Malik

Seins-Verunsicherungen

„3 reactions to Fukushima“, Requiem, op. 157
„Requiem für die Erde“, op. 75
„3 reactions to Tschernobyl“, op. 58
1986 / 1991 / 2012

Wir leben in der Natur, wir sind selbst Natur, alles vom Menschen Erschaffene ist Natur: Häuser, Straßen, Möbel, Farben, ... ja selbst Kunststoffe und Elektronik bestehen aus Natur-Rohstoffen.

So wunderbar die äußere Natur für uns Menschen auch sein kann, so ist sie doch in unserer hochtechnifizierten und globalisierten Welt extrem gefährdet.

1986 war die Tschernobyl-Atomkatastrophe ein großer Schock für mich, eine Seins-Verunsicherung!

Im Musikstück „3 reactions to Tschernobyl“, op. 58 für Violoncello und elektronische und elektro-akustische Musik versuchte ich, diese Seins-Verunsicherung zu verarbeiten. Und in den folgenden Jahren führte ich dieses Werk mehrfach auf, so u.a. als Uraufführung zum Jahrestag der Tschernobyl-Katastrophe 1987 in München, veranstaltet von „DAGG“ (David gegen Goliath).

1991 produzierte ich ein Klang-Hörspiel über die Entfaltung, aber auch über die Gefährdung des Lebens, der Erde, mit dem Titel „Requiem für die Erde“, op. 75, eine Tonbandproduktion, die der Südwestfunk Baden-Baden erwarb und am 5.12.1991 sendete.

Eine ähnlich dramatische Situation wie 1986 in Tschernobyl erlebten wir 2011 in Fukushima, Japan. Zu einer Gedenkveranstaltung 2012, zum ersten Jahrestag der Fukushima-Tsunami- und Atomkatastrophe, erhielt ich eine Einladung, eine Musik zu diesem Thema zu schaffen und in der Hamburger Hauptkirche St. Petri (in der Mönckebergstraße) aufzuführen. Nachdem diese Veranstaltung stattgefunden hat, machte ich dann zu dieser Musik ein Video. Das Motto zur Musik und dem Video entnahm ich dem „Neuen Testament“:

1 „Wir haben hier keine bleibende Statt,
sondern die zukünftige suchen wir.“
2 „Denn alles Fleisch, es ist wie Gras
und alle Herrlichkeit des Menschen
wie des Grases Blumen.“
(Hebräer 13, 14) (1. Petrus 1, 24)

Die Musik besteht aus elektro-akustischen und elektronischen Klängen (Mund- und Atemsounds und analoger Synthesizer „Mini Moog“) und dem Klang des von mir selbst gespielten Violoncellos. Die Bildwelt des Films sollte schlicht und meditativ sein und besteht deshalb nur aus einer einzigen Fotografie von Gras. Dieses Foto ist dann digital bearbeitet und sequenziert, so dass sich verschiedene ineinanderfließende Lichtstimmungen ergeben. Bei einer Sequenz übermalte ich mit rotem Pinsel Fotoabzüge, die dann wieder eingescannt und eingefügt wurden. Zu sehen und zu hören:

http://vimeo.com/39508805
(Dauer: 10:00 Minuten)

Wittwulf Y Malik

“gras experiments“

op. 158 / 2012, experimentelles Musikvideo
2012

Unsere Erde ist gefährdet, ist unruhig und zitternd.

"Denn alles Fleisch, es ist wie Gras
und alle Herrlichkeit des Menschen
wie des Grases Blumen."
(1. Petrus 1, 24)

Im Musikvideo “gras experiments“, op. 158 / 2012, beschäftige ich mich noch einmal mit der Natur- und unserer Seins-Gefährdung. Die scheinbare Romantik der sich überlappenden Wiesengras-Szenen wird aufgebrochen durch die zwei vorbei rasenden Eisenbahnen. Die elektronische Musik des Videos lebt und bewegt sich auch in dieser Konfliktsituation zwischen angespannter Unruhe und der Sehnsucht nach Stille und Frieden.

Zu sehen und zu hören:
http://vimeo.com/43550175

(Dauer: 6:00 Minuten)

Wittwulf Y Malik

Kraft und Vitalität der Elemente: Erde und Wasser

„Bretagne1“
2003

Das Elementare von Natur, unabhängig von ihrer Gefährdung, ist und bleibt ja die unbändige Kraft und Vitalität, die sich in den vier Elementen auslebt und gestaltet.

In der Fotoarbeit „Bretagne1“ treffen die beiden Elemente Erde (Stein) und Wasser aufeinander - eine archaische Begegnung.
Foto als Lambda-Ausbelichtung, kaschiert, mit Passepartout in Alurahmen, 70 x 100 cm.

Kraft und Vitalität der Elemente: Feuer / Licht

Ausstellung „F.I.R.E.“ in der Galerie des Künstlerhauses Hamburg-Bergedorf.
„Flamme 1+2“.
„Urlicht“.
2004 / 2010

Feuer. Für mich beinhaltet Feuer auch die Dimension bzw. die Qualität des Lichtes.

2004 widmete ich eine gesamte Foto-Ausstellung dem Thema des Elementes „Feuer“.
Daraus die Abbildung dieser 4 Werke:

Links: „Doppelfeuer“, Lambda-Ausbelichtung, kaschiert, mit Passepartout in Alurahmen, 62 x 165 cm.
Rechts: „Abendlicht“, „Fire2“, „Mondlicht“, Lambda-Ausbelichtungen, jeweils kaschiert, mit Passepartout in Alurahmen, 38 x 116 cm.

2010 machte ich neue Fotografien zum Element „Feuer/Licht“, hier zwei Arbeiten dieser Reihe in schwarz-weiß: „Flamme 1+2“, 2010, Fotos auf Alu-Dibond, jeweils 40 x 60 cm.

Wittwulf Y Malik

Ebenfalls 2010 entstand die Fotoarbeit "Urlicht" zum Element „Feuer/Licht“:
Kaschiert, mit Passepartout in Alurahmen, 40 x 50 cm. Zu diesem Bildwerk gehört eine Musik auf Audio-CD mit dem Werk „URLICHT“, op. 153 / 2010, für Violoncello und Klavier, Dauer: 5:21 Minuten.

Kraft und Vitalität der Elemente: Luft

„Nachtmusik“, op. 149,1.
„Wolkenmeer / Space 29“.
„Wolkenmeer / Space 7+11“.
2009 / 2013

Das Element der Luft ist bildhaft schwer zu fassen, aber aus einem Flugzeug heraus zu fotografieren oder zu filmen, ermöglicht unglaubliche Perspektiven.

Die Energetik des Elements Luft drückt sich so unterschiedlich aus: mal wie ein Meer, fast massiv und schwer und wuchtig, mal aufgelöst in weißem Licht, wie irreal … Wolken, Wolken, fliegen, schweben, träumen, enthoben der Erdschwere, ein weites unendliches Meer.

Das Foto "Nachtmusik" ist eine Montage: Ein Schattenbild von mir auf einer Wiese, somit der Erde verbunden, und die rechte Hand mit einem Fotoapparat vor den Kopf haltend schwebe ich schauend auf diese dramatischen Wolkenwelt. Auch zu diesem Foto gehört eine Musik auf CD: „Nachtmusik“, op. 149,1 / 2009, für Violoncello und elektronische und elektro-akustische Musik, Dauer: 25:54 Minuten.
Das Foto: Kaschiert, mit Passepartout in Alurahmen, 70 x 100 cm.

Eine weitere Arbeit zum Element Luft ist das Still/Standbild aus dem Video „Wolkenmeer (Sea of Clouds) / Space 11“, op. 166, 1 / 2013, auf Alu-Dibond, 80 x 60 cm.

Dies ist ein Ausschnitt eines Films von einem Flug in den Sonnenuntergang: Blau, blau und ein roter Streifen im Hintergrund. Wolken, Wolken, fliegen, schweben, träumen, enthoben der Erdschwere, ein weites unendliches Meer. Die Musik im Video: Die Orgel mit ihrem Dauerklang, der ja aus Luft entsteht, und die hinein gewobene Stimme des Violoncellos geben Kraft und Weite, Spannung und Entspannung auf dieser wogenden abendlichen Reise. Beide Instrumente sind von mir selbst gespielt.

Wittwulf Y Malik

Ebenfalls zum Element Luft die 2 Stills/Standbilder aus dem Video „Wolkenmeer (Sea of Clouds) / Space 11“, op. 166, 1 / 2013, jeweils auf Alu-Dibond, 120 x 90 cm.

Der ganze Film ist hier zu sehen und zu hören:
https://vimeo.com/79038054
(Dauer: 10:00 Minuten)

Die Energetik der Farben

„Farbkraft“.
„Pfingstrose“.
“Energy of Red”, op. 161 / 2012, experimental music video.
2010 / 2011 / 2012

Die Energetik der Natur drückt sich auch in ihren unglaublichen Farbvariationen aus. Jede Farbe hat ja eine spezielle Lichtfrequenz und diese Frequenzen können sogar im medizinisch-heilenden Sinne in Bestrahlungen verwendet werden.

Im tibetischen Buddhismus werden spezielle Farb-Meditationsräume auch zur Entwicklung seelisch-geistiger Kräfte benutzt.

So entstanden verschiedene Fotos, die primär die Kraft der Farbe zum Thema haben und nicht das jeweilige Objekt.

Hier eine Auswahl von dreien dieser Fotowerke mit den Titeln: „Kohlrot“, „Blattzart“, „Grasgrün“.
Lambda-Ausbelichtungen, kaschiert, mit Passepartout in Alurahmen, jeweils 85 x 30 cm.

Auch beim Foto "Pfingstrose" von 2011 ist weniger das Objekt gemeint, thematisiert, sondern die unglaubliche Farbwelt im Inneren dieser Blüte, eben die strahlende Farbkraft.
Lambda-Ausbelichtung, kaschiert, mit Passepartout in Alurahmen, 70 x 100 cm.
Dazu auch eine Musik auf CD: „rose 4“, op. 152 / 2011, für Violoncello und Klavier,
Dauer: 5:44 Minuten.

Wittwulf Y Malik

Am 21.4.1989 hatte ich Cello spielend in der Naropa-Universität („The Naropa Institut, University, BA Poetics and Theatre“, Boulder, Colorado, USA) eine Performance mit der japanischen Tänzerin Kayoko Arakawa. Später fragte sie mich aus Japan an, ob ich ihr zu der Energetik von 5 Farben je ein Musikstück produzieren könnte, was sie dort als Tänzerin/Choreografin aufführen würde. So entstand das Werk „Five Buddhas”, op. 84 / 1992, computer controlled electronic music, in 5 Sätzen (bezeichnet nach der tibetisch-buddhistischen Zuordnung): 1. VAJRA/blue (throat chakra), 2. RATNA/yellow (Solar Plexus chakra), 3. PADMA/red (root chakra), 4. KARMA/green (heart chakra), 5. BUDDHA/white (crown chakra), Gesamtdauer: 15:16 Minuten, erarbeitet mit: Computer ATARI / Programm Notator / Synthesizer Yamaha DX 11 and TG 55 / Sound processor Lexicon LXP.

Im selben Jahr 1992 wurde ich von Andrè Lamielle, dem Manager des „7. Festival des Internationalen Forums junge Chormusik Rotenburg/Wümme“, angefragt, ein Chorwerk für dieses Festival zu komponieren. Als Grundlage dafür nahm ich dann diese elektronische Farbkraft-Musik und erarbeitete mit den Schülern der 13. Klasse des Gymnasiums Rotenburg/Wümme einen gemischten Stimm- und Bewegungschor. Die Uraufführung dieses Werkes „Farbkraft“, op. 80 / 1992, fand am 1.6.1992, in der Aula der Realschule in Rotenburg statt.

Im Rahmen meiner weiteren Beschäftigung mit dem Thema der Farben hatte ich 2012 den Impuls, aus dem Satz „PADMA/red (root chakra)“ des oben beschriebenen Projekts ein Musikvideo zu machen. Dieses Video “Energy of Red”, op. 161 / 2012, ist produziert aus 31 farblich abgestuften Bildflächen, die durch Überblendungen ineinanderfließen, so dass sich ein stiller Strom von sich verwandelnder Farbenergie ergibt: aus einem schwarzen Feld entsteht langsam ein dunkles Rot, dieses wird hell-rosa und verdunkelt sich dann langsam wieder bis ins Schwarz.
Dies ist hier zu sehen und zu hören:
http://vimeo.com/55933351
(Dauer: 5:20 Minuten)

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